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Kultur Imperialismus : Einbildungskraft Politik im Zeitalter der Macht. Aus dem
Amerikan. von Horst
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9783100710055 - Said, Edward W.: Kultur und Imperialismus. Einbildungskraft und Politik im Zeitalter der Macht
1
Said, Edward W. (?):

Kultur und Imperialismus. Einbildungskraft und Politik im Zeitalter der Macht (1994) (?)

ISBN: 9783100710055 (?) bzw. 3100710053, in Deutsch, 480 Seiten, Fischer, Frankfurt a.M. gebraucht

54,95 + Versand: 1,90 = 56,85(unverbindlich)
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Von Privat, DisBu, [5515762]
Buchinhalt : Unter Kulturimperialismus versteht sich bei Said die Ausweitung der kolonialen Einflusssphäre des Westens auf die kolonisierten Regionen neben wirtschaftlicher und politischer Macht verzeichnet Said außerdem die kulturelle Vormachtstellung als Erzeugnis des Kolonialismus. Dies beinhaltet u.A. die Definitions- und normative Macht, über die die Kolonialmächte verfügen. Verharrt man in dieser Machtkonstellation, so legitimiert man das Gefüge von Subjekt und Objekt in Bezug auf Kolonisierte und Kolonisatoren bis auf weiteres. "Kultur ist immer historisch, und sie ist immer sozial, an irgendeinem Ort angesiedelt für irgendjemanden zu irgendeiner Zeit. Kultur impliziert immer eine Konkurrenz zwischen verschiedenen Definitionen, Stilen, konkurrierenden Weltsichten und Interessen. Und außerdem ist es wahr, daß Kulturen offiziell und orthodox werden - wie in den Dogmen von Priestern, Bürokraten und weltlichen Behörden - oder zum Heterodoxen tendieren können, zum Inoffiziellen und Libertären. Interessant an einer Kultur ist jedoch in beiden Fällen ihre Beziehung zu anderen Kulturen, nicht nur ihr Interesse an sich selbst und ihrer Großartigkeit. Für diejenigen unter uns mit einem doppelten oder multikulturellen Hintergrund besitzt die europäische Kultur zwei Gesichter - das eine wird noch immer vom kolonialen Erbe beeinflußt und das andere (vielleicht interessantere) ist offen für die eigene Geschichte der Beziehungen zu anderen Kulturen auf der Grundlage von Dialog und Austausch. Beide erzählen eine komplizierte Geschichte von Europa selbst, und dies, würde ich gerne hervorheben, sollte man nie vergessen. Zu den bedauerlichsten Trends der letzten zwei Jahrzehnte gehört in den Vereinigten Staaten die Art und Weise, wie die offizielle Kultur als eine Art gereinigte, erhabene Angelegenheit gesehen wird, gesäubert von jeder Verbindung mit Geschichte und Realität, patriotischen und therapeutischen Zielen unterworfen, die als "unstrittig" gelten. Das Smithsonian Institute hat in letzter Zeit zwei Ausstellungen absagen müssen, weil ihr Angebot von verschiedenen Gruppen als beleidigend wahrgenommen wurde. Vor vier Jahren wurde eine hervorragende Ausstellung des 19. Jahrhunderts, die idealisierte Bilder des amerikanischen Westens mit den Beschreibungen der traurigen Fakten von Plünderung und Eroberung konfrontierte, von Kongreßabgeordneten attackiert, die die Austellung nicht einmal gesehen hatten. Und warum? Weil sie den patriotischen Mythos von den amerikanischen Ursprüngen antastete. Zwar zeugt diese Art Disput von der Macht kultureller Bilder, Menschen in Bewegung zu versetzen, aber die Vorstellung, man könne Ausstellungen blockieren oder angreifen, weil sie einen komplexen, nicht immer schmeichelhaften Aspekt der nationalen Kultur oder einen ihrer Bestandteile enthüllen, vermittelt mir den Eindruck, hier werde die Kultur als Äquivalent von Propaganda betrachtet. Wie die Vereinigten Staaten umschließt Europa viele Kulturen mit vielen gemeinsamen Merkmalen, die zu offensichtlich sind, als daß sie hier noch einmal aufgezählt werden müßten. Sicherlich sollte jede europäische Kulturpolitik, die diesen Namen verdient, zuallererst die Bürger bilden und informieren und ihnen nicht unkritische Einstellungen gegenüber dem Patriotismus, blinde Bewunderung und ein Gefühl von entfremdender Distanz zur Kultur einimpfen. Aber eine solche Politik sollte auch rational sein das heißt, sie sollte solche kulturelle Beziehungen in den Vordergrund rücken, die bei einer heutzutage überaus unterschiedlichen Wählerschaft eine positive Einstellung zu Teilnahme und Interaktion fördern oder ermöglichen. Ich bin keineswegs der Ansicht, kulturelle Darbietungen sollten didaktisch sein oder tendenziös oder auf ermüdende Weise ideologisch. Noch vertrete ich die Meinung, es gebe keinen Raum für die Möglichkeit, das Werk eines einzelnen Malers auszustellen oder den Opern Mozarts ohne belehrende Kommentare zu lauschen. Ich bin nur zu offensichtlich kein Kunstverwalter. Vermutlich spreche ich hier von dem Kontext, in dem die europäische Kultur erarbeitet, dargestellt, gefördert und - vor allem - rezipiert wird. Je enger und eingeschränkter Definitionen und Rahmen, desto weniger interessant das Ergebnis. "Jedes Dokument der Zivilisation", sagte Walter Benjamin, "ist zugleich auch ein Dokument der Barbarei." Aus diesem Aphorismus läßt sich sehr viel lernen er hat offensichtlich mehr mit menschlichem Verständnis zu tun als mit Arroganz. Wenn sich die Kultur nicht mit ihrer eigenen komplexen Vergangenheit und mit den gönnerhaften Klischees von einfältiger Erlösung und Patriotismus belasten will, von denen sie häufig umgeben ist, dann gibt es für sie nur einen Weg: Daß diese Vergangenheit und ihre gegenwärtige Aktualität mit all ihren Komplexitäten wahrgenommen wird - und darauf könnte man dann auf kühne, forschende, innovative Art und Weise aufbauen. Ich glaube, die europäische Kultur kann uns gegen Ende des 20. Jahrhunderts eine Gelegenheit zu verschiedenen Arten von "Erkenntnissen" liefern, in all den verschiedenen aktiven Bedeutungen dieses sehr reichen Wortes: Die historische Wahrheit der eigenen Erfahrung erkennen die Wahrheit anderer Kulturen und Erfahrungen erkennen die Größe und die Manipulationen, deren Kultur fähig ist, erkennen und schließlich erkennen, daß Kultur nicht eine Ansammlung von Monumenten ist, sondern eine unaufhörliche Auseinandersetzung mit den Prozestion und Realisierung, und daß in der Kultur das Potential zu kühnen Bildern und mutigen Aussagen vorhanden ist. Alles andere ist dann nicht mehr besonders interessant." (Edward W. Said, in LETTRE, 1996) Buchzustand plus : Ungelesen, wie neu ! 1994, Hardcover/gebunden, wie neu, 220x145 mm, 770g, 480, Internationaler Versand, PayPal, Banküberweisung, Selbstabholung und Barzahlung
9783100710055 - Said, Edward W.: Kultur und Imperialismus. Einbildungskraft und Politik im Zeitalter der Macht
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Said, Edward W. (?):

Kultur und Imperialismus. Einbildungskraft und Politik im Zeitalter der Macht (1994) (?)

ISBN: 9783100710055 (?) bzw. 3100710053, in Deutsch, 480 Seiten, Fischer, Frankfurt a.M. gebraucht

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Buchinhalt : Unter Kulturimperialismus versteht sich bei Said die Ausweitung der kolonialen Einflusssphäre des Westens auf die kolonisierten Regionen neben wirtschaftlicher und politischer Macht verzeichnet Said außerdem die kulturelle Vormachtstellung als Erzeugnis des Kolonialismus. Dies beinhaltet u.A. die Definitions- und normative Macht, über die die Kolonialmächte verfügen. Verharrt man in dieser Machtkonstellation, so legitimiert man das Gefüge von Subjekt und Objekt in Bezug auf Kolonisierte und Kolonisatoren bis auf weiteres. "Kultur ist immer historisch, und sie ist immer sozial, an irgendeinem Ort angesiedelt für irgendjemanden zu irgendeiner Zeit. Kultur impliziert immer eine Konkurrenz zwischen verschiedenen Definitionen, Stilen, konkurrierenden Weltsichten und Interessen. Und außerdem ist es wahr, daß Kulturen offiziell und orthodox werden - wie in den Dogmen von Priestern, Bürokraten und weltlichen Behörden - oder zum Heterodoxen tendieren können, zum Inoffiziellen und Libertären. Interessant an einer Kultur ist jedoch in beiden Fällen ihre Beziehung zu anderen Kulturen, nicht nur ihr Interesse an sich selbst und ihrer Großartigkeit. Für diejenigen unter uns mit einem doppelten oder multikulturellen Hintergrund besitzt die europäische Kultur zwei Gesichter - das eine wird noch immer vom kolonialen Erbe beeinflußt und das andere (vielleicht interessantere) ist offen für die eigene Geschichte der Beziehungen zu anderen Kulturen auf der Grundlage von Dialog und Austausch. Beide erzählen eine komplizierte Geschichte von Europa selbst, und dies, würde ich gerne hervorheben, sollte man nie vergessen. Zu den bedauerlichsten Trends der letzten zwei Jahrzehnte gehört in den Vereinigten Staaten die Art und Weise, wie die offizielle Kultur als eine Art gereinigte, erhabene Angelegenheit gesehen wird, gesäubert von jeder Verbindung mit Geschichte und Realität, patriotischen und therapeutischen Zielen unterworfen, die als "unstrittig" gelten. Das Smithsonian Institute hat in letzter Zeit zwei Ausstellungen absagen müssen, weil ihr Angebot von verschiedenen Gruppen als beleidigend wahrgenommen wurde. Vor vier Jahren wurde eine hervorragende Ausstellung des 19. Jahrhunderts, die idealisierte Bilder des amerikanischen Westens mit den Beschreibungen der traurigen Fakten von Plünderung und Eroberung konfrontierte, von Kongreßabgeordneten attackiert, die die Austellung nicht einmal gesehen hatten. Und warum? Weil sie den patriotischen Mythos von den amerikanischen Ursprüngen antastete. Zwar zeugt diese Art Disput von der Macht kultureller Bilder, Menschen in Bewegung zu versetzen, aber die Vorstellung, man könne Ausstellungen blockieren oder angreifen, weil sie einen komplexen, nicht immer schmeichelhaften Aspekt der nationalen Kultur oder einen ihrer Bestandteile enthüllen, vermittelt mir den Eindruck, hier werde die Kultur als Äquivalent von Propaganda betrachtet. Wie die Vereinigten Staaten umschließt Europa viele Kulturen mit vielen gemeinsamen Merkmalen, die zu offensichtlich sind, als daß sie hier noch einmal aufgezählt werden müßten. Sicherlich sollte jede europäische Kulturpolitik, die diesen Namen verdient, zuallererst die Bürger bilden und informieren und ihnen nicht unkritische Einstellungen gegenüber dem Patriotismus, blinde Bewunderung und ein Gefühl von entfremdender Distanz zur Kultur einimpfen. Aber eine solche Politik sollte auch rational sein das heißt, sie sollte solche kulturelle Beziehungen in den Vordergrund rücken, die bei einer heutzutage überaus unterschiedlichen Wählerschaft eine positive Einstellung zu Teilnahme und Interaktion fördern oder ermöglichen. Ich bin keineswegs der Ansicht, kulturelle Darbietungen sollten didaktisch sein oder tendenziös oder auf ermüdende Weise ideologisch. Noch vertrete ich die Meinung, es gebe keinen Raum für die Möglichkeit, das Werk eines einzelnen Malers auszustellen oder den Opern Mozarts ohne belehrende Kommentare zu lauschen. Ich bin nur zu offensichtlich kein Kunstverwalter. Vermutlich spreche ich hier von dem Kontext, in dem die europäische Kultur erarbeitet, dargestellt, gefördert und - vor allem - rezipiert wird. Je enger und eingeschränkter Definitionen und Rahmen, desto weniger interessant das Ergebnis. "Jedes Dokument der Zivilisation", sagte Walter Benjamin, "ist zugleich auch ein Dokument der Barbarei." Aus diesem Aphorismus läßt sich sehr viel lernen er hat offensichtlich mehr mit menschlichem Verständnis zu tun als mit Arroganz. Wenn sich die Kultur nicht mit ihrer eigenen komplexen Vergangenheit und mit den gönnerhaften Klischees von einfältiger Erlösung und Patriotismus belasten will, von denen sie häufig umgeben ist, dann gibt es für sie nur einen Weg: Daß diese Vergangenheit und ihre gegenwärtige Aktualität mit all ihren Komplexitäten wahrgenommen wird - und darauf könnte man dann auf kühne, forschende, innovative Art und Weise aufbauen. Ich glaube, die europäische Kultur kann uns gegen Ende des 20. Jahrhunderts eine Gelegenheit zu verschiedenen Arten von "Erkenntnissen" liefern, in all den verschiedenen aktiven Bedeutungen dieses sehr reichen Wortes: Die historische Wahrheit der eigenen Erfahrung erkennen die Wahrheit anderer Kulturen und Erfahrungen erkennen die Größe und die Manipulationen, deren Kultur fähig ist, erkennen und schließlich erkennen, daß Kultur nicht eine Ansammlung von Monumenten ist, sondern eine unaufhörliche Auseinandersetzung mit den Prozestion und Realisierung, und daß in der Kultur das Potential zu kühnen Bildern und mutigen Aussagen vorhanden ist. Alles andere ist dann nicht mehr besonders interessant." (Edward W. Said, in LETTRE, 1996) Buchzustand plus : Ungelesen, wie neu ! 1994, Hardcover/gebunden, wie neu, 220x145 mm, 770g, 480, Internationaler Versand, Selbstabholung und Barzahlung, Banküberweisung
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Said, Edward W. (?):

Kultur und Imperialismus. Einbildungskraft und Politik im Zeitalter der Macht (1994) (?)

ISBN: 9783100710055 (?) bzw. 3100710053, in Deutsch, Fischer, Frankfurt a.M. gebraucht

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Buchinhalt : Unter Kulturimperialismus versteht sich bei Said die Ausweitung der kolonialen Einflusssphäre des Westens auf die kolonisierten Regionen neben wirtschaftlicher und politischer Macht verzeichnet Said außerdem die kulturelle Vormachtstellung als Erzeugnis des Kolonialismus. Dies beinhaltet u.A. die Definitions- und normative Macht, über die die Kolonialmächte verfügen. Verharrt man in dieser Machtkonstellation, so legitimiert man das Gefüge von Subjekt und Objekt in Bezug auf Kolonisierte und Kolonisatoren bis auf weiteres. "Kultur ist immer historisch, und sie ist immer sozial, an irgendeinem Ort angesiedelt für irgendjemanden zu irgendeiner Zeit. Kultur impliziert immer eine Konkurrenz zwischen verschiedenen Definitionen, Stilen, konkurrierenden Weltsichten und Interessen. Und außerdem ist es wahr, daß Kulturen offiziell und orthodox werden - wie in den Dogmen von Priestern, Bürokraten und weltlichen Behörden - oder zum Heterodoxen tendieren können, zum Inoffiziellen und Libertären. Interessant an einer Kultur ist jedoch in beiden Fällen ihre Beziehung zu anderen Kulturen, nicht nur ihr Interesse an sich selbst und ihrer Großartigkeit. Für diejenigen unter uns mit einem doppelten oder multikulturellen Hintergrund besitzt die europäische Kultur zwei Gesichter - das eine wird noch immer vom kolonialen Erbe beeinflußt und das andere (vielleicht interessantere) ist offen für die eigene Geschichte der Beziehungen zu anderen Kulturen auf der Grundlage von Dialog und Austausch. Beide erzählen eine komplizierte Geschichte von Europa selbst, und dies, würde ich gerne hervorheben, sollte man nie vergessen. Zu den bedauerlichsten Trends der letzten zwei Jahrzehnte gehört in den Vereinigten Staaten die Art und Weise, wie die offizielle Kultur als eine Art gereinigte, erhabene Angelegenheit gesehen wird, gesäubert von jeder Verbindung mit Geschichte und Realität, patriotischen und therapeutischen Zielen unterworfen, die als "unstrittig" gelten. Das Smithsonian Institute hat in letzter Zeit zwei Ausstellungen absagen müssen, weil ihr Angebot von verschiedenen Gruppen als beleidigend wahrgenommen wurde. Vor vier Jahren wurde eine hervorragende Ausstellung des 19. Jahrhunderts, die idealisierte Bilder des amerikanischen Westens mit den Beschreibungen der traurigen Fakten von Plünderung und Eroberung konfrontierte, von Kongreßabgeordneten attackiert, die die Austellung nicht einmal gesehen hatten. Und warum? Weil sie den patriotischen Mythos von den amerikanischen Ursprüngen antastete. Zwar zeugt diese Art Disput von der Macht kultureller Bilder, Menschen in Bewegung zu versetzen, aber die Vorstellung, man könne Ausstellungen blockieren oder angreifen, weil sie einen komplexen, nicht immer schmeichelhaften Aspekt der nationalen Kultur oder einen ihrer Bestandteile enthüllen, vermittelt mir den Eindruck, hier werde die Kultur als Äquivalent von Propaganda betrachtet. Wie die Vereinigten Staaten umschließt Europa viele Kulturen mit vielen gemeinsamen Merkmalen, die zu offensichtlich sind, als daß sie hier noch einmal aufgezählt werden müßten. Sicherlich sollte jede europäische Kulturpolitik, die diesen Namen verdient, zuallererst die Bürger bilden und informieren und ihnen nicht unkritische Einstellungen gegenüber dem Patriotismus, blinde Bewunderung und ein Gefühl von entfremdender Distanz zur Kultur einimpfen. Aber eine solche Politik sollte auch rational sein das heißt, sie sollte solche kulturelle Beziehungen in den Vordergrund rücken, die bei einer heutzutage überaus unterschiedlichen Wählerschaft eine positive Einstellung zu Teilnahme und Interaktion fördern oder ermöglichen. Ich bin keineswegs der Ansicht, kulturelle Darbietungen sollten didaktisch sein oder tendenziös oder auf ermüdende Weise ideologisch. Noch vertrete ich die Meinung, es gebe keinen Raum für die Möglichkeit, das Werk eines einzelnen Malers auszustellen oder den Opern Mozarts ohne belehrende Kommentare zu lauschen. Ich bin nur zu offensichtlich kein Kunstverwalter. Vermutlich spreche ich hier von dem Kontext, in dem die europäische Kultur erarbeitet, dargestellt, gefördert und - vor allem - rezipiert wird. Je enger und eingeschränkter Definitionen und Rahmen, desto weniger interessant das Ergebnis. "Jedes Dokument der Zivilisation", sagte Walter Benjamin, "ist zugleich auch ein Dokument der Barbarei." Aus diesem Aphorismus läßt sich sehr viel lernen er hat offensichtlich mehr mit menschlichem Verständnis zu tun als mit Arroganz. Wenn sich die Kultur nicht mit ihrer eigenen komplexen Vergangenheit und mit den gönnerhaften Klischees von einfältiger Erlösung und Patriotismus belasten will, von denen sie häufig umgeben ist, dann gibt es für sie nur einen Weg: Daß diese Vergangenheit und ihre gegenwärtige Aktualität mit all ihren Komplexitäten wahrgenommen wird - und darauf könnte man dann auf kühne, forschende, innovative Art und Weise aufbauen. Ich glaube, die europäische Kultur kann uns gegen Ende des 20. Jahrhunderts eine Gelegenheit zu verschiedenen Arten von "Erkenntnissen" liefern, in all den verschiedenen aktiven Bedeutungen dieses sehr reichen Wortes: Die historische Wahrheit der eigenen Erfahrung erkennen die Wahrheit anderer Kulturen und Erfahrungen erkennen die Größe und die Manipulationen, deren Kultur fähig ist, erkennen und schließlich erkennen, daß Kultur nicht eine Ansammlung von Monumenten ist, sondern eine unaufhörliche Auseinandersetzung mit den Prozestion und Realisierung, und daß in der Kultur das Potential zu kühnen Bildern und mutigen Aussagen vorhanden ist. Alles andere ist dann nicht mehr besonders interessant." (Edward W. Said, in LETTRE, 1996) Buchzustand plus : Ungelesen, wie neu ! Hardcover/gebunden, wie neu, 220x145 mm, 770g
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W., Edward (?):

Kultur und Imperialismus. Einbildungskraft und Politik im Zeitalter der Macht (?)

ISBN: 9783100710055 (?) bzw. 3100710053, Band: 1, in Deutsch, S. Fischer, Frankfurt am Main, Deutschland, gebraucht

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Said, Edward W. (?):

Kultur und Imperialismus. Einbildungskraft und Politik im Zeitalter der Macht. NEU. (1994) (?)

ISBN: 3100710053 (?) bzw. 9783100710055, in Deutsch, Frankfurt / S. Fischer

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1. Auflage 476 Seiten 8°, Leinen, Schutzumschlag. Originalverschweißt. Versand D: 4,00 EUR