DieBuchSuche - die Suchmaschine für alle Bücher.
Wir suchen aus über 100 Shops für Sie jetzt die besten Angebote - bitte etwas Geduld…
- Versandkosten nach Deutschland (ändern auf AUT, CHE, NLD, SWE, DEN, RUS, FRA, POL, CZE, GBR, USA)
Voreinstellungen anlegen

Alle Bücher für 9780833966629 - jedes Angebot vergleichen

Aus dem Archiv:

Gehrke, Claudia und Uve Schmidt (?):

Mein heimliches Auge. Das Jahrbuch der Erotik II. (1985) (?)

Lieferung erfolgt aus/von: DeutschlandBuch ist in deutscher Sprache
ISBN:

0833966626 (?) bzw. 9780833966629

, in Deutsch, Tübingen: Konkursbuchvlg.
zzgl. Versandkosten
223 S., Abb. Broschiert. Gutes Ex. - Die Lust an den Bildern, an den heimlichen Geschichten, Wach- und Alpträumen, Phantasien und Memories, diese neugierige Lust ist uns noch immer nicht vergangen. Was ist das nun eigentlich für eine Lust, die mich, die weibliche Herausgeberin, um treibt, das Heimliche Auge immer weiter zu verfolgen? Man(n) sagt doch, Sehen, insbesondere das voyeuristische Sehen sei eine spezifisch männliche Lust. Der Blick zerlegt, Zerlegen bedeutet Distanz, und beides ist der Beginn der Erkenntnis. Und Erkenntnis ist männliche Pflicht. Männer müssen genau blicken, Frauen dagegen sollen den Blick niederschlagen oder in unbestimmte Ferne schauen - das sagten die Anstandsbücher unsrer Großmütter. Und: der männlichen Schaulust zuliebe sollten Frauen schön anzuschauen sein. Ihr Körper ist ihnen immer als Objekt nahegebracht worden, als a***uelles zwar, aber gleichzeitig als begehrenswertes. Jene an die Familie gebundene bürgerliche Hausfrau, die, im Gegensatz zum Mann, nichts eigentliches tut, beschäftigt sich - neben der "langweiligen Hausarbeit" - hauptsächlich mit sich. Ihr Spiegelbild ist ein lebendes Wesen, ihr Körper "ein Ding, das sie mit Händen greifen, das Samt und Seide erregen, das sie mit den Blicken eines Liebhabers betrachten kann" (S. de Beauvoir). Da sie sich als Objekt weiß, zum Objekt herrichtet, ihren eigenen, den weiblichen Körper mit den Augen des Begehrlichen betrachtet, verdoppelt sie sich: in die Begehrte und Begehrende, in Frau und Mann. Weiterhin schafft sie sich ein zweites ich: In der Jugend träumt sie von der Zukunft und später ordnet sie ihre Geschichte unter ästhetischen Gesichtspunkten zu einem Schicksal: und spiegelt sich in einer Traumgestalt. Zu diesen Spiegeln kommt der Spiegel in den Augen der anderen. Läuft sie durch die Großstadtstraße, spürt sie ihr Bild in den fremden Augen. Bei der Lust, die sie dabei empfindet, geht es nicht um den anderen, sondern um sie selbst, um ihren Körper, um ihr Begehren dieses Körpers. Die sich zeigende Frau kann sich nicht zeigen, ohne zumindest zu wissen, wenn nicht gar zu sehen, daß sie gesehen wird. Sie kann mit den anderen Blicken spielen, sie lenken und verwirren. Sie entwickelt eine Form der Lust, die ohne jene männlich zugeordnete Distanz auskommt, ohne dabei jedoch distanzlos zu sein: eine Mischung aus Zeige- und Schaulust. Das Gefühl des Gesehenwerdens ist eine Art Sehen und eine Berührung zugleich, weil sie aus den Augenwinkeln, auch aus den Winkeln niedergeschlagener Augen sieht, daß sie gesehen wird, sieht, daß die Augen auf ihr ruhen, und weil sie gleichzeitig sich sieht und spürt, wie sie berührt wird, wie sie sich berührt. "Augen können streicheln". Augen können auch quälen. Aber daß das Angeschaute machtlos, ein Opfer sei, ist ein Trugschluß, der einer uralten (Männer-Angst aufsitzt: Der Angst vor dem bösen Blick zurück. Nicht umsonst fürchten so viele, beim Anschauen selber angeschaut zu werden. (Vorwort) // Klaus Andre, Hans Dieter-Bahr, Andrea T. Bathory, - Thommie Bayer (ohne Band), Thomas Bayrle, - Joachim-Ernst Berendt, Ulrike Bock, Henning Boetius, - Ilse Braatz, Eva Demski, Walter Diewock, Daniel Dubbe, - Ruth Eitle, Manfred Esser, Caroline Fetscher, Hubert Fichte, Hartfnut Geerken, Frank Göhre, Robert Haeusser, Carl Georg Hegemann, Birgit Heiderich, Alban Nikolai Herbst, Ronald Hitzler + Anne Honer, Petra Hönold + Stefan Lückehe, Angela Hoffmann + Joachim Peters-Schnee, Chris Hoffmann, Hanne F.. Juritz, Gloria Keet-mann, Pit Kinzer, Regine Kramer, Jürg Laederach, Jürgen Lodemann, Hennes Maier, Angelika Salean Maiwald, Manfred Maurenbrecher, Utta C. Off, Peter Poertner, Chlodwig Poth, Udo Rabsch, Hans Rausch-ning, Christine Reinhold, Karl Riha, Achim Samwald, - Norbert Sauer, Ute Schendel, Wolf gang Schmidt, Günter H. Seidel, Gerd Simon, Ed Sommer, Kurt Sonnenfeld, Manfred Steinbrecher, Ginka Steinwachs, Karin Struck + Agnes Forsthuber, Yoko Tawada, Norbert Tefelski, Thor, Werner Tolle, Hermann Treusch, Gerburg Treusch-Dieter, Arno Waldschmidt, Günter Wilhelm, - Hubert Winkels, Christoph Wulf Peter Zingler. - Und drei Absagen von Kristiane Allert-Wybranietz, - Urs Widmer und Gerhard Zwerenz. ISBN 3887690206
Mehr…
Daten vom 12.07.2011 04:49h
ISBN (andere Schreibweisen): 0-8339-6662-6, 978-0-8339-6662-9
Aus dem Archiv:

Gehrke, Claudia und Uve Schmidt (?):

Mein heimliches Auge. Das Jahrbuch der Erotik II. (1985) (?)

Lieferung erfolgt aus/von: DeutschlandBuch ist in deutscher Sprache
ISBN:

0833966626 (?) bzw. 9780833966629

, in Deutsch, Tübingen: Konkursbuchvlg.
zzgl. Versandkosten
223 S., Abb. Broschiert. Gutes Ex. - Die Lust an den Bildern, an den heimlichen Geschichten, Wach- und Alpträumen, Phantasien und Memories, diese neugierige Lust ist uns noch immer nicht vergangen. Was ist das nun eigentlich für eine Lust, die mich, die weibliche Herausgeberin, um treibt, das Heimliche Auge immer weiter zu verfolgen? Man(n) sagt doch, Sehen, insbesondere das voyeuristische Sehen sei eine spezifisch männliche Lust. Der Blick zerlegt, Zerlegen bedeutet Distanz, und beides ist der Beginn der Erkenntnis. Und Erkenntnis ist männliche Pflicht. Männer müssen genau blicken, Frauen dagegen sollen den Blick niederschlagen oder in unbestimmte Ferne schauen - das sagten die Anstandsbücher unsrer Großmütter. Und: der männlichen Schaulust zuliebe sollten Frauen schön anzuschauen sein. Ihr Körper ist ihnen immer als Objekt nahegebracht worden, als a***uelles zwar, aber gleichzeitig als begehrenswertes. Jene an die Familie gebundene bürgerliche Hausfrau, die, im Gegensatz zum Mann, nichts eigentliches tut, beschäftigt sich - neben der "langweiligen Hausarbeit" - hauptsächlich mit sich. Ihr Spiegelbild ist ein lebendes Wesen, ihr Körper "ein Ding, das sie mit Händen greifen, das Samt und Seide erregen, das sie mit den Blicken eines Liebhabers betrachten kann" (S. de Beauvoir). Da sie sich als Objekt weiß, zum Objekt herrichtet, ihren eigenen, den weiblichen Körper mit den Augen des Begehrlichen betrachtet, verdoppelt sie sich: in die Begehrte und Begehrende, in Frau und Mann. Weiterhin schafft sie sich ein zweites ich: In der Jugend träumt sie von der Zukunft und später ordnet sie ihre Geschichte unter ästhetischen Gesichtspunkten zu einem Schicksal: und spiegelt sich in einer Traumgestalt. Zu diesen Spiegeln kommt der Spiegel in den Augen der anderen. Läuft sie durch die Großstadtstraße, spürt sie ihr Bild in den fremden Augen. Bei der Lust, die sie dabei empfindet, geht es nicht um den anderen, sondern um sie selbst, um ihren Körper, um ihr Begehren dieses Körpers. Die sich zeigende Frau kann sich nicht zeigen, ohne zumindest zu wissen, wenn nicht gar zu sehen, daß sie gesehen wird. Sie kann mit den anderen Blicken spielen, sie lenken und verwirren. Sie entwickelt eine Form der Lust, die ohne jene männlich zugeordnete Distanz auskommt, ohne dabei jedoch distanzlos zu sein: eine Mischung aus Zeige- und Schaulust. Das Gefühl des Gesehenwerdens ist eine Art Sehen und eine Berührung zugleich, weil sie aus den Augenwinkeln, auch aus den Winkeln niedergeschlagener Augen sieht, daß sie gesehen wird, sieht, daß die Augen auf ihr ruhen, und weil sie gleichzeitig sich sieht und spürt, wie sie berührt wird, wie sie sich berührt. "Augen können streicheln". Augen können auch quälen. Aber daß das Angeschaute machtlos, ein Opfer sei, ist ein Trugschluß, der einer uralten (Männer-Angst aufsitzt: Der Angst vor dem bösen Blick zurück. Nicht umsonst fürchten so viele, beim Anschauen selber angeschaut zu werden. (Vorwort) // Klaus Andre, Hans Dieter-Bahr, Andrea T. Bathory, - Thommie Bayer (ohne Band), Thomas Bayrle, - Joachim-Ernst Berendt, Ulrike Bock, Henning Boetius, - Ilse Braatz, Eva Demski, Walter Diewock, Daniel Dubbe, - Ruth Eitle, Manfred Esser, Caroline Fetscher, Hubert Fichte, Hartfnut Geerken, Frank Göhre, Robert Haeusser, Carl Georg Hegemann, Birgit Heiderich, Alban Nikolai Herbst, Ronald Hitzler + Anne Honer, Petra Hönold + Stefan Lückehe, Angela Hoffmann + Joachim Peters-Schnee, Chris Hoffmann, Hanne F.. Juritz, Gloria Keet-mann, Pit Kinzer, Regine Kramer, Jürg Laederach, Jürgen Lodemann, Hennes Maier, Angelika Salean Maiwald, Manfred Maurenbrecher, Utta C. Off, Peter Poertner, Chlodwig Poth, Udo Rabsch, Hans Rausch-ning, Christine Reinhold, Karl Riha, Achim Samwald, - Norbert Sauer, Ute Schendel, Wolf gang Schmidt, Günter H. Seidel, Gerd Simon, Ed Sommer, Kurt Sonnenfeld, Manfred Steinbrecher, Ginka Steinwachs, Karin Struck + Agnes Forsthuber, Yoko Tawada, Norbert Tefelski, Thor, Werner Tolle, Hermann Treusch, Gerburg Treusch-Dieter, Arno Waldschmidt, Günter Wilhelm, - Hubert Winkels, Christoph Wulf Peter Zingler. - Und drei Absagen von Kristiane Allert-Wybranietz, - Urs Widmer und Gerhard Zwerenz. ISBN 3887690206
Mehr…
Daten vom 24.07.2011 21:09h
ISBN (andere Schreibweisen): 0-8339-6662-6, 978-0-8339-6662-9

9780833966629

Finden Sie alle lieferbaren Bücher zur ISBN-Nummer 9780833966629 einfach und schnell und können die Preise vergleichen und sofort bestellen.

Lieferbare Raritäten, Sonderausgaben, Restposten und gebrauchte Bücher sowie antiquarische Bücher des Titels "Mein heimliches Auge. Das Jahrbuch der Erotik II." von Gehrke, Claudia und Uve Schmidt werden vollständig erfasst.

werkstattplaner buch www.tessaundhardin.de