Andorra. Stück in zwölf Bildern.
Andorra. Stück in zwölf Bildern.
Max Frischs Andorra, hier in der Bezeichnung „Andorra Stück in zwölf Stücken“ beschrieben, öffnet sich als Spiegel einer kollektiven Zuschreibungskraft, die den jungen Andri in ein Korsett aus vorgegebenen Zuschreibungen presst. Das Stück, das auf der späten Stunde der existenziellen Frage nach Identität und Schuld seine Deutung stattfindet, entfaltet eine dichte Struktur: zwölf Szenen, die nacheinander die graduelle Verengung des Bewusstseins in eine widerständige, schließlich als Schicksal angenommene Rolle hineinführen. Frisch verweigert eine einfache Erzählung; stattdessen setzt er ein Modell in Bewegung, in dem die Umwelt nicht nur reagiert, sondern aktiv formt. Die „Kernzelle“ des Dramas bleibt damit weniger ein isoliertes Element als eine Methode des Sichtbarmachens: Wie ein gesellschaftliches Archiv legt der Text die Mechanismen frei, durch die scheinbar neutrale Vorstellungen – Neutralität, Normalität, Sicherheit – in ständige Abgrenzung, Ausgrenzung und schließlich in eine selbstbestimmte Akzeptanz des Zuschreibungsurteils münden. Historisch wie literarisch residiert die Spannung zwischen Individuum und Gesellschaft im Zentrum des Stücks. Andri wird nicht als fertig geformte Figur präsentiert, sondern als Prozessfigur: sein vermeintliches Anderssein entsteht durch kontinuierliche äußere Zuschreibungen, doch der Wendepunkt kommt, wenn er dieses Urteil nicht mehr nur navigiert, sondern es als eigenes Pfand annimmt – ein Schicksal, das den Titel „Judsein“ assoziiert. Frisch verhandelt damit die Frage nach Schuld und Verantwortung: Wer trägt sie, wenn die Gesellschaft sie so lange auf eine Person projiziert, bis diese sie internalisiert? Die Form des Zwölf-Stück-Formats dient nicht der bloßen Zernüchterung eines Themas, sondern der systematischen Dekonstruktion von Vorurteilen. Jede Szene fungiert als eine Schicht des Verhehrens, in der Sprache und Inszenierung das Umkippen der Wahrnehmung begleiten. Der Text arbeitet mit einer reduzierten, präzisen Diktion, die den Prozesscharakter betont: Nicht die Ereignisse selbst, sondern die Rezeption durch die Umwelt wirkt als antagonistische Kraft. Dadurch entsteht eine vielschichtige Kritik an Mechanismen der Zuschreibung, die sich trotz ihrer konkreten historischen Kondition auch universale Gültigkeit bewahrt. In der Auseinandersetzung mit dem Begriff der Schuld bleibt das Werk bei Max Frisch Taktgeber: Es verlangt, dass der Leser die Frage nach dem Eigenen und dem Fremden, nach Verantwortung innerhalb eines kollektiven Systems, neu justiert. Der Text bleibt damit nicht auf eine rechtliche oder moralische Urteilsbildung beschränkt, sondern öffnet eine Reflexion über die Gewalt normierender Erwartungen, die sich in jeder Gesellschaft wiederholen lassen. Die Spannung zwischen individueller Subjektivität und gesellschaftlicher Zuschreibung bleibt das schutzlose, aber auch kraftvolle Herzstück des Dramas.

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9783518367773 - Frisch, Max: Andorra [Neubuch] Stück in zwölf Bildern 5. Auflage
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Andorra [Neubuch] Stück in zwölf Bildern 5. Auflage (1975)

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5. Auflage 126 Seiten Broschiert, Größe: 11 x 0.8 x 17.7 cm Buch ist neu, aus priv. Vorbesitz, ungelesen. -----Inhalt: Die Kernzelle von Andorra findet sich in Max Frischs Tagebuch als Eintragung des Jahres 1946. Andorra ist der Name für ein Modell: Es zeigt den Prozeß einer Bewußtseinsveränderung, abgehandelt an der Figur des jungen Andri, den die Umwelt so lange zum Anderssein zwingt, bis er es als sein Schicksal annimmt. Dieses Schicksal heißt in Max Frischs Stück »Judsein«. Das Schauspiel erschien als Buchausgabe zuerst 1961. ISBN: 9783518367773 Versand D: 1,95 EUR Max, Frisch; Schriftsteller; Österreich; Theaterstück; Andorra; Parabel; Antisemitismus; Vorurteil, Angelegt am: 11.08.2021.
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9783518367773 - Frisch, Max: Andorra - Stück in zwölf Bildern
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9783518367773 - FRISCH, MAX: Andorra - Stück in zwölf Bildern
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Taschenbuch TOP-Zustand, SEHR GUT ERHALTEN, fast wie neu, Auflage 2009, Mängel-Strich am Schnitt Die Kernzelle von Andorra findet sich in Max Frischs Tagebuch als Eintragung des Jahres 1946. Andorra ist der Name für ein Modell: Es zeigt den Prozess einer Bewusstseinsveränderung, abgehandelt an der Figur des jungen Andri, den die Umwelt so lange zum Anderssein zwingt, bis er es als sein Schicksal annimmt. Dieses Schicksal heißt in Max Frischs Stück Judsein . Das Schauspiel erschien als Buchausgabe zuerst 1961. ISBN 9783518367773 Versand D: 2,95 EUR Vorurteil, Schullektüre, Theaterstück FRISCH, MAX: Andorra - Stück in zwölf Bildern 9783518367773, Angelegt am: 18.08.2022.
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9783518367773 - Andorra

Andorra (1961)

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Die Kernzelle von Andorra findet sich in Max Frischs Tagebuch als Eintragung des Jahres 1946. Andorra ist der Name für ein Modell: Es zeigt den Prozess einer Bewusstseinsveränderung, abgehandelt an der Figur des jungen Andri, den die Umwelt so lange zum Anderssein zwingt, bis er es als sein Schicksal annimmt. Dieses Schicksal heißt in Max Frischs Stück »Judsein«. Das Schauspiel erschien als Buchausgabe zuerst 1961. Max Frisch, 17.7 x 10.9 x 1.0 cm, Buch.
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9783518367773 - Frisch, Max: Andorra. Stück in zwölf Bildern. Aufführungsdaten. Mit einer Zeittafel. - (=Suhrkamp Taschenbuch, st 277).
Frisch, Max

Andorra. Stück in zwölf Bildern. Aufführungsdaten. Mit einer Zeittafel. - (=Suhrkamp Taschenbuch, st 277). (1985)

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126 (18) Seiten. Umschlag nach Entwürfen von Willy Fleckhaus und Rolf Staudt. Guter Zustand. Einige Seiten etwas knittrig. - Die Kernzelle von Andorra findet sich in Max Frischs Tagebuch als Eintragung des Jahres 1946. Andorra ist der Name für ein Modell: Es zeigt den Prozeß einer Bewußtseinsveränderung, abgehandelt an der Figur des jungen Andri, den die Umwelt so lange zum Anderssein zwingt, bis er es als sein Schicksal annimmt. Dieses Schicksal heißt in Max Frischs Stück »Judsein«. Das Schauspiel erschien als Buchausgabe zuerst 1961. - Max Frisch (* 15. Mai 1911 in Zürich; † 4. April 1991 ebenda) war ein Schweizer Schriftsteller und Architekt. Mit Theaterstücken wie Biedermann und die Brandstifter oder Andorra sowie mit seinen drei großen Romanen Stiller, Homo faber und Mein Name sei Gantenbein erreichte Frisch ein breites Publikum und fand Eingang in den Schulkanon. Darüber hinaus veröffentlichte er Hörspiele, Erzählungen und Prosawerke sowie zwei literarische Tagebücher (über die Zeiträume 1946–1949 und 1966–1971). Frisch empfand bürgerliche und künstlerische Existenz als unvereinbar und war lange Zeit unsicher, welchen Lebensentwurf er wählen sollte. Infolge dessen absolvierte Frisch nach einem abgebrochenen Germanistik-Studium und ersten literarischen Arbeiten ein Studium der Architektur und arbeitete einige Jahre lang als Architekt. Erst nach dem Erfolg seines Romans Stiller entschied er sich endgültig für ein Dasein als Schriftsteller und verließ seine Familie, um sich ganz dem Schreiben widmen zu können. Im Zentrum von Frischs Schaffen steht häufig die Auseinandersetzung mit sich selbst, wobei viele der dabei aufgeworfenen Probleme als typisch für den postmodernen Menschen gelten: Finden und Behaupten einer eigenen Identität, insbesondere in der Begegnung mit den festgefügten Bildern anderer, Konstruktion der eigenen Biographie, Geschlechterrollen und ihre Auflösung sowie die Frage, was mit Sprache überhaupt sagbar sei. Im literarisch ausgestalteten Tagebuch, das Autobiografisches mit fiktionalen Elementen verbindet, findet Frisch eine literarische Form, die ihm in besonderem Maße entspricht und in der er auch seine ausgedehnten Reisen reflektiert. Nachdem er jahrelang im Ausland gelebt hatte, beschäftigte Frisch sich nach seiner Rückkehr zudem zunehmend kritisch mit seinem Heimatland, der Schweiz. Aus wikipedia-orgMax_Frisch Sprache: Deutsch Gewicht in Gramm: 110 18 cm. Taschenbuch. Kartoniert. Books.
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9783518367773 - Frisch, Max: Andorra. Stück in zwölf Bildern. Aufführungsdaten. Mit einer Zeittafel. - (=Suhrkamp Taschenbuch, st 277).
Frisch, Max

Andorra. Stück in zwölf Bildern. Aufführungsdaten. Mit einer Zeittafel. - (=Suhrkamp Taschenbuch, st 277). (1978)

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9783518367773 - Frisch, Max: Andorra
Frisch, Max

Andorra (1961)

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Die Kernzelle von Andorra findet sich in Max Frischs Tagebuch als Eintragung des Jahres 1946. Andorra ist der Name für ein Modell: Es zeigt den Prozeß einer Bewußtseinsveränderung, abgehandelt an der Figur des jungen Andri, den die Umwelt so lange zum Anderssein zwingt, bis er es als sein Schicksal annimmt. Dieses Schicksal heißt in Max Frischs Stück »Judsein«. Das Schauspiel erschien als Buchausgabe zuerst 1961. von Frisch, Max, Neu.
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9783518367773 - Frisch, Max: Andorra. Stück in zwölf Bildern. Aufführungsdaten. Mit einer Zeittafel. - (=Suhrkamp Taschenbuch, st 277). 8. Auflage. 241. - 290. Tausend.
Symbolbild
Frisch, Max

Andorra. Stück in zwölf Bildern. Aufführungsdaten. Mit einer Zeittafel. - (=Suhrkamp Taschenbuch, st 277). 8. Auflage. 241. - 290. Tausend. (1978)

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8. Auflage. 241. - 290. Tausend. 126 (18) Seiten. Umschlag nach Entwürfen von Willy Fleckhaus und Rolf Staudt. 18 cm. Taschenbuch. Kartoniert. Sehr guter Zustand. Seiten papierbedingt leicht gebräunt. - Die Kernzelle von Andorra findet sich in Max Frischs Tagebuch als Eintragung des Jahres 1946. Andorra ist der Name für ein Modell: Es zeigt den Prozeß einer Bewußtseinsveränderung, abgehandelt an der Figur des jungen Andri, den die Umwelt so lange zum Anderssein zwingt, bis er es als sein Schicksal annimmt. Dieses Schicksal heißt in Max Frischs Stück »Judsein«. Das Schauspiel erschien als Buchausgabe zuerst 1961. - Max Frisch (* 15. Mai 1911 in Zürich; † 4. April 1991 ebenda) war ein Schweizer Schriftsteller und Architekt. Mit Theaterstücken wie Biedermann und die Brandstifter oder Andorra sowie mit seinen drei großen Romanen Stiller, Homo faber und Mein Name sei Gantenbein erreichte Frisch ein breites Publikum und fand Eingang in den Schulkanon. Darüber hinaus veröffentlichte er Hörspiele, Erzählungen und Prosawerke sowie zwei literarische Tagebücher (über die Zeiträume 1946–1949 und 1966–1971). Frisch empfand bürgerliche und künstlerische Existenz als unvereinbar und war lange Zeit unsicher, welchen Lebensentwurf er wählen sollte. Infolge dessen absolvierte Frisch nach einem abgebrochenen Germanistik-Studium und ersten literarischen Arbeiten ein Studium der Architektur und arbeitete einige Jahre lang als Architekt. Erst nach dem Erfolg seines Romans Stiller entschied er sich endgültig für ein Dasein als Schriftsteller und verließ seine Familie, um sich ganz dem Schreiben widmen zu können. Im Zentrum von Frischs Schaffen steht häufig die Auseinandersetzung mit sich selbst, wobei viele der dabei aufgeworfenen Probleme als typisch für den postmodernen Menschen gelten: Finden und Behaupten einer eigenen Identität, insbesondere in der Begegnung mit den festgefügten Bildern anderer, Konstruktion der eigenen Biographie, Geschlechterrollen und ihre Auflösung sowie die Frage, was mit Sprache überhaupt sagbar sei. Im literarisch ausgestalteten Tagebuch, das Autobiografisches mit fiktionalen Elementen verbindet, findet Frisch eine literarische Form, die ihm in besonderem Maße entspricht und in der er auch seine ausgedehnten Reisen reflektiert. Nachdem er jahrelang im Ausland gelebt hatte, beschäftigte Frisch sich nach seiner Rückkehr zudem zunehmend kritisch mit seinem Heimatland, der Schweiz. Aus wikipedia-orgMax_Frisch Versand D: 2,60 EUR Deutsche Literatur der 50er Jahre, Theatertexte, Schweizer Literatur, Schauspiel, Theaterwissenschaft Theaterwissenschaften, Theatergeschichte, Theatertheorie, Schauspieler Theatergeschichte Bühne Biographien, Buchreihen, Schweizer Autoren, Theater, Buchwesen, Theaterstücke, Deutsche Literatur der fünfziger Jahre, Deutsche Literatur der sechziger Jahre, Deutsche Literatur der 60 er Jahre, Angelegt am: 10.09.2013.
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